{"id":10117,"date":"2022-03-10T10:09:15","date_gmt":"2022-03-10T10:09:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/unkategorisiert\/retro-innovation-bei-der-diversifizierung-von-milchprodukten"},"modified":"2022-07-26T08:52:27","modified_gmt":"2022-07-26T08:52:27","slug":"retro-innovation-bei-der-diversifizierung-von-milchprodukten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/de\/forscher\/retro-innovation-bei-der-diversifizierung-von-milchprodukten","title":{"rendered":"Retro-Innovation bei der Diversifizierung von Milchprodukten"},"content":{"rendered":"\n<h2>Region<\/h2>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">Navarra und das Baskenland sind zwei kleine Regionen im Norden Spaniens. Die Milchproduktion von K\u00fchen und Schafen ist in beiden Regionen von gro\u00dfer Bedeutung, in den letzten 10-20 Jahren ist die Vielfalt der Milchprodukte jedoch zur\u00fcckgegangen. Viele Landwirte haben sich entweder auf die Herstellung von Idiazabal-K\u00e4se (einem hart <\/span><span style=\"font-weight: 400;\">gepressten<\/span><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cheese\"><span style=\"font-weight: 400;\"> K\u00e4se<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">\u00a0aus nicht pasteurisierter Schafsmilch<\/span><span style=\"font-weight: 400;\">) spezialisiert oder die Milch verkauft.\u00a0 Infolgedessen gerieten die alten Rezepte und das vorhandene Wissen \u00fcber andere K\u00e4sesorten zunehmend in Vergessenheit.<\/span><\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"830\" height=\"584\" src=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3633\" srcset=\"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.4.jpg 830w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.4-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.4-768x540.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 830px) 100vw, 830px\" \/><figcaption>Karte der Region<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p><span style=\"font-weight: 400;\">In letzter Zeit haben Finanzkrisen, ung\u00fcnstige Marktbedingungen und ver\u00e4nderte Verbrauchervorlieben die Landwirte in der Region dazu veranlasst, innovativ mehrere \u201ealte\u201c Milchprodukte unter neuen Marken und mit neuen Vermarktungsformen wieder einzuf\u00fchren (z.B. <\/span><a href=\"https:\/\/izoriabaserria.blogspot.com\"><span style=\"font-weight: 400;\">https:\/\/izoriabaserria.blogspot.com<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\"> und <\/span><a href=\"http:\/\/www.jauregia.net\/\"><span style=\"font-weight: 400;\">http:\/\/www.jauregia.net\/<\/span><\/a><span style=\"font-weight: 400;\">.\u00a0 Diese Retro-Innovationsprodukte k\u00f6nnen potentiell die Rentabilit\u00e4t der Schaf- und Rinderzucht in den beiden Regionen verbessern, insbesondere wenn ein landwirtschaftlicher Betrieb gleichzeitig die Direktvermarktung eingef\u00fchrt hat (wodurch zus\u00e4tzliche Wertsch\u00f6pfung entsteht).\u00a0 Auf der anderen Seite f\u00fchren diese neuen Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten jedoch zu einer gr\u00f6\u00dferen Arbeitsbelastung, erfordern Investitionen und schaffen neue, komplexe technische und administrative Probleme f\u00fcr den landwirtschaftlichen Betrieb.<\/span><\/p>\n\n<h2>Schwerpunkt der Studie<\/h2>\n\n<p>Die Studie konzentrierte sich auf zwei unterschiedliche Phasen der Entscheidungsprozesse im Zusammenhang mit Retro-Innovationen bei der Diversifizierung von Milchprodukten.  <\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"720\" height=\"481\" src=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/CS_Navarra_Spain_RIN_3.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3649\" srcset=\"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/CS_Navarra_Spain_RIN_3.jpeg 720w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/CS_Navarra_Spain_RIN_3-300x200.jpeg 300w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>In der ersten Phase unterst\u00fctzten eine Reihe von nicht spezialisierten Beratern (die nicht unbedingt mit der Innovation in Verbindung standen), die das Vertrauen der Landwirte genossen, die Landwirte bei der Suche nach potenziellen L\u00f6sungen oder der Analyse der Durchf\u00fchrbarkeit verschiedener Optionen. Auch Verb\u00e4nde und Stellen f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums spielten in dieser Phase eine Rolle.<\/p>\n\n<p>In der zweiten Phase suchten die Landwirte nach spezifischer Unterst\u00fctzung im Hinblick auf die neuen Produkte.  Lebensmittel-Forschungs- und -Innovations-Zentren erwiesen sich in dieser Phase als wichtige Quellen der Unterst\u00fctzung. Mehrere von ihnen f\u00fchren Projekte zur F\u00f6rderung von mehr Retro-Innovation bei lokal produzierten Lebensmitteln durch.  Im Baskenland gibt es auch Organisationen, sogenannte Managementzentren, die den Landwirten w\u00e4hrend des gesamten Entscheidungsprozesses gezielte Unterst\u00fctzung (technisch, wirtschaftlich, in steuerlicher Hinsicht, in Bezug auf die GAP, etc.) entsprechend ihren spezifischen Bed\u00fcrfnissen bieten. <\/p>\n\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Bericht (auf Englisch) finden Sie hier<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-file\"><object class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_SP.GDPR_.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Embed of D2.2_SP.GDPR..\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-588a5fd8-1057-41bd-98e3-45422377f551\" href=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_SP.GDPR_.pdf\">D2.2_SP.GDPR<\/a><a href=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_SP.GDPR_.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download=\"\" aria-describedby=\"wp-block-file--media-588a5fd8-1057-41bd-98e3-45422377f551\">Download<\/a><\/div>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2>Partner und Ansprechpartner<\/h2>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"300\" height=\"63\" src=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/11\/INTIA_large.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-588\"\/><\/figure><\/div>\n\n<h2>INTIA<\/h2>\n\n<p>Noelia Telletxea, <a href=\"mailto:ntelletxea@intiasa.es\">ntelletxea@intiasa.es<\/a><\/p>\n\n<h2>Gewonnene Erkenntnisse<\/h2>\n\n<ol><li>Die Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Auseinandersetzung mit dieser Retro-Innovation waren a) die Notwendigkeit, neue Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeiten und L\u00f6sungen f\u00fcr verschiedene Probleme des landwirtschaftlichen Betriebs zu finden, b) die Nachfrage nach neuen Produkten durch Stammkunden und c) der Generationswechsel auf den H\u00f6fen, insbesondere T\u00f6chter oder S\u00f6hne, die mit neuen Ideen und Strategien in den landwirtschaftlichen Betrieb einsteigen, etc.<\/li><li>Die Retro-Innovation ist mit der Familie, der Gegend und der Tradition verbunden. Auch wenn es sich hierbei nicht um eine klassische Innovation handelt, bietet sie dennoch gro\u00dfes Potenzial als rentable Gesch\u00e4ftsm\u00f6glichkeit, die dazu beitragen kann, die Menschen vor Ort in ihren l\u00e4ndlichen Gebieten zu halten. Aber sie bringt auch Herausforderungen mit sich, wie z.B. (neben vielen anderen) die Einhaltung aller Hygiene- und Lebensmittelsicherheitsvorschriften.<\/li><li>Die Entscheidung f\u00fcr eine Innovation ist ein langwieriger Prozess, der eine intensive Bewertung erfordert (Investitionen, \u00c4nderung von Anlagen, neue Rezepturen, etc.). In Bezug auf die Beratung, gibt es, wie oben beschrieben, zwei wichtige Phasen im Prozess der Entscheidungsfindung.<\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Region Navarra und das Baskenland sind zwei kleine Regionen im Norden Spaniens. 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