{"id":7154,"date":"2022-03-10T09:08:42","date_gmt":"2022-03-10T09:08:42","guid":{"rendered":"https:\/\/legacy.agrilink2020.eu\/unkategorisiert\/verbreitung-einer-innovation-fuer-den-integrierten-pflanzenschutz-ipm-beim-pfirsichanbau"},"modified":"2022-04-17T10:38:38","modified_gmt":"2022-04-17T10:38:38","slug":"verbreitung-einer-innovation-fuer-den-integrierten-pflanzenschutz-ipm-beim-pfirsichanbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/de\/forscher\/verbreitung-einer-innovation-fuer-den-integrierten-pflanzenschutz-ipm-beim-pfirsichanbau","title":{"rendered":"Verbreitung einer Innovation f\u00fcr den integrierten Pflanzenschutz (IPM) beim Pfirsichanbau"},"content":{"rendered":"\n<h2>Region<\/h2>\n\n<p>Imathia ist ein Gebiet mit sehr intensiver Landwirtschaft in der Region Zentralmakedonien in Nordgriechenland. 41 % der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che in der Region sind mit Baumkulturen bepflanzt, 74 % davon mit Pfirsich- und Nektarinenb\u00e4umen. <\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"852\" height=\"605\" src=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3541\" srcset=\"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.2.jpg 852w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.2-300x213.jpg 300w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/F.2-768x545.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 852px) 100vw, 852px\" \/><figcaption>Karte der Region<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n<p>Der Pfirsichanbau in Imathia wird von mehreren Genossenschaften organisiert, die einen bedeutenden Anteil am Weltmarkt f\u00fcr Dosenpfirsiche haben. Als Reaktion auf die sich wandelnden M\u00e4rkte und die zunehmende Nachfrage der Verbraucher nach Umweltschutz und \u00f6ffentlicher Gesundheit haben die Genossenschaften die Grunds\u00e4tze und Praktiken des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) \u00fcbernommen, was auch die Einf\u00fchrung einer innovativen Methode, der sogenannten \u201eVerwirrmethode\u201c (Mating Disruption &#8211; MD), umfasst, die den Brutzyklus der Schadinsekten unterbricht.  <\/p>\n\n<h2>Schwerpunkt der Studie<\/h2>\n\n<p>Die Einf\u00fchrung der innovativen Verwirrmethode (MD) hat die lokalen Beratungsorganisationen vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Einf\u00fchrung des neuen IPM-Verfahrens geschah sehr schnell mit Unterst\u00fctzung von lokalen unabh\u00e4ngigen Beratern des Privatsektors (nicht der \u00f6ffentlichen landwirtschaftlichen Dienste), die kurzfristig spezielle Seminare f\u00fcr die Landwirte organisierten. Dabei mussten sich diese unabh\u00e4ngigen Berater nicht nur mit einer Reihe neuer technischer Fragen befassen, sondern auch das Vertrauen und die Zusammenarbeit unter den Pfirsicherzeugern st\u00e4rken, um eine breite und konsequente \u00dcbernahme des MD-Ansatzes zu erm\u00f6glichen.  <\/p>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BIOP-2-1024x768-1.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3568\" srcset=\"https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BIOP-2-1024x768-1.jpeg 1024w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BIOP-2-1024x768-1-300x225.jpeg 300w, https:\/\/www.agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/BIOP-2-1024x768-1-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure><\/div>\n\n<p>Die Fallstudie konzentrierte sich daher auf die Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen den lokalen Genossenschaften und privaten Beratungsunternehmen &#8211; insbesondere dem f\u00fchrenden Unternehmen -, um die Einf\u00fchrung und \u00dcbernahme der MD-Methode unter den zahlreichen Kleinbauern in der Region zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n<p>Private Berater spielten eine wichtige Rolle, da sie die Landwirte in allen Phasen der Innovation unterst\u00fctzten, indem sie wertvolles Wissen in pers\u00f6nlichen Kontakten und Seminaren weitergaben. Die Anzahl der Berater war jedoch begrenzt und der Informationsfluss zu den Landwirten h\u00e4tte besser sein k\u00f6nnen. Andererseits wurde deutlich, dass das Interesse der Landwirte und ihre Bereitschaft zur Teilnahme an speziellen IPM-Seminaren mit dem Einfluss der lokalen Genossenschaften auf die Landwirte zusammenhing. Insofern w\u00e4ren eine etwas bessere Planung und Abstimmung von Wissensangebot und -nachfrage m\u00f6glich gewesen.    <\/p>\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus spielte das f\u00fchrende unabh\u00e4ngige Beratungsunternehmen (das als erstes aktiv an der Einf\u00fchrung der MD-Grunds\u00e4tze und -Praktiken beteiligt war) auch eine wichtige indirekte Rolle bei der Verbreitung der Innovation, indem es bei den zust\u00e4ndigen nationalen Beh\u00f6rden f\u00fcr dieses Verfahren warb. Auf diese Weise wurde die F\u00f6rderung der MD-Methode in die IPM-bezogenen Agrarumweltma\u00dfnahmen des nationalen Programms zur Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raums in Griechenland aufgenommen. So wurde ein institutionelles Umfeld geschaffen, das den Landwirten die Einf\u00fchrung der Innovation erm\u00f6glichte.  <\/p>\n\n<p>Kommerzielle Anbieter von landwirtschaftlichen Ger\u00e4ten und Betriebsmitteln sind ebenfalls ein fester Bestandteil des regionalen Beratungssystems in Imathia und mussten ihren Ansatz und ihre Dienstleistungen an die Bed\u00fcrfnisse der Pfirsicherzeuger anpassen. Die Lieferanten von Ger\u00e4ten und Betriebsmitteln spielen aufgrund ihrer Anzahl und ihrer N\u00e4he zu den einzelnen Landwirten, auch zu denjenigen, die keiner Genossenschaft angeh\u00f6ren, eine wichtige Rolle. In Bezug auf die \u00dcbernahme der MD-Methode trugen sie insbesondere zur Anpassung der Innovation bei, indem sie in der Anfangsphase der Einf\u00fchrung technologische Unterst\u00fctzung und Material bereitstellten.  <\/p>\n\n<p>Schlie\u00dflich wurde festgestellt, dass ein \u00f6ffentliches Forschungsinstitut und andere lokale Beh\u00f6rden in der Region keine wichtige Rolle im IPM-Innovationsprozess spielten, so dass das System f\u00fcr Wissen und Innovation in der Landwirtschaft (AKIS) insgesamt recht schwach bleibt.<\/p>\n\n<p>Den vollst\u00e4ndigen Bericht (auf Englisch) finden Sie hier<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-file\"><object class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_GR.GDPR-part-1.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Embed of D2.2_GR.GDPR part 1..\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-66e1464f-f537-4ea4-8542-0d677bb5ce03\" href=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_GR.GDPR-part-1.pdf\">D2.2_GR.GDPR part 1<\/a><a href=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_GR.GDPR-part-1.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download=\"\" aria-describedby=\"wp-block-file--media-66e1464f-f537-4ea4-8542-0d677bb5ce03\">Download<\/a><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-file\"><object class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_GR.GDPR-part-2.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:600px\" aria-label=\"Einbettung von Embed of D2.2_GR.GDPR part 2..\"><\/object><a id=\"wp-block-file--media-ae79e3c5-8080-40cb-a9d4-ccf67567b608\" href=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_GR.GDPR-part-2.pdf\">D2.2_GR.GDPR part 2<\/a><a href=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/D2.2_GR.GDPR-part-2.pdf\" class=\"wp-block-file__button\" download=\"\" aria-describedby=\"wp-block-file--media-ae79e3c5-8080-40cb-a9d4-ccf67567b608\">Download<\/a><\/div>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2>Partner und Ansprechpartner<\/h2>\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-full\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"209\" height=\"56\" src=\"https:\/\/agrilink2020.eu\/wp-content\/uploads\/2022\/01\/AUA-logo.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-734\"\/><\/figure><\/div>\n\n<h2>Agricultural University of Athens<\/h2>\n\n<p>Alex Koutsouris, <a href=\"mailto:koutsouris@aua.gr\">koutsouris@aua.gr<\/a><\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<h2>Gewonnene Erkenntnisse<\/h2>\n\n<ol><li>Die Einf\u00fchrung des integrierten Pflanzenschutzes und die Verbreitung der MD-Innovation in Imathia sind ein Paradebeispiel f\u00fcr das klassische Beratungsparadigma, bei dem a) der wichtigste Anbieter von Beratungsleistungen durch seine Einbindung in ein Multiakteursnetzwerk von Forschern, politischen Entscheidungstr\u00e4gern, Betriebsmittelindustrien und H\u00e4ndlern auf eine technische Innovation aufmerksam wurde und b) anschlie\u00dfend Aktivit\u00e4ten initiierte, mit denen Berater bei den lokalen Landwirten ein Bewusstsein f\u00fcr diese technische Innovation schufen.  <\/li><li>Die schnelle Einf\u00fchrung der IPM-Innovation und die damit verbundene Umgestaltung der regionalen Beratungslandschaft wurde durch die Zusammenarbeit zwischen einer f\u00fchrenden Genossenschaft und einem unabh\u00e4ngigen Beratungsunternehmen initiiert. Dadurch wurden sowohl auf regionaler Ebene als auch auf nationaler Ebene (\u00fcber die Agrarumweltzahlungen) die Voraussetzungen geschaffen und ein starker Impuls f\u00fcr die \u00dcbernahme der Innovation gesetzt. Au\u00dferdem wurde ein Beispiel geschaffen, dem andere Genossenschaften, unabh\u00e4ngige Beratungsunternehmen und Betriebsmittellieferanten in der Region folgten. Dies verdeutlicht das gro\u00dfe Potenzial privater Berater und Genossenschaften, ihre Aktivit\u00e4ten zu koordinieren und auf unterschiedliche Weise und verschiedenen Ebenen Innovationen einzuf\u00fchren.   <\/li><\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Region Imathia ist ein Gebiet mit sehr intensiver Landwirtschaft in der Region Zentralmakedonien in Nordgriechenland. 41 % der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che in der Region sind mit Baumkulturen bepflanzt, 74 % davon mit Pfirsich- und Nektarinenb\u00e4umen. 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